Über das Projekt

Gemeinsames europäisches Projekt TEMPUS IV/VI «Aus- und Weiterbildung für Pädagogen und Bildungsmanager im Bereich Diversity»

543873-TEMPUS-1-2013-1-DE-TEMPUS-JPCR

Laufzeit: 01/12/2013 bis  30/11/2016

Antragsteller: Stiftung Universität Hildesheim

Fördersumme durch EU:  1.151 052.- €

Beteiligte Länder

Deutschland, Österreich, Finnland, Italien, Russland, Ukraine, Weißrussland

Es wurden über 900 Anträge europaweit eingereicht, 171 Projekte wurden angenommen. Die Chance dass der Antrag angenommen wird, lag bei 18 %.

Begründung: 
Diversity und Pluralität sind derzeit weltweit brisante politische und wirtschaftliche Themen (s. UNESCO Weltkonferenz 1994; UNO Generalversammlung 2006; Annahme der UN-Konvention von der EU 2010 etc.). Binnenmigration, internationale Migration, Förderung intellektueller Ressourcen (Humankapital), Ausgleich soziokultureller Probleme haben nicht nur politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung, sondern sind auch relevante Herausforderungen für die Bildungspolitik. Daraus folgt der Anspruch, die Diskriminierungen von Menschen jeder Art und auf allen Ebenen abzubauen, um eine weitgehend chancengerechte Entwicklung aller Menschen zu ermöglichen. In erster Linie sind hier die Pädagogik und die Bildungspolitik aufgerufen, den Bereich Diversity in den Mittelpunkt ihrer Zielsetzung zu stellen. Die Berücksichtigung der Vielfalt im Bildungssektor ist wesentlich für die Gesellschaft, denn die Folgekosten nicht genutzter Chancen und gescheiterter Biografien sind auf Dauer höher als die Investitionen in eine möglichst leistungsfähige und gerechte Erziehung und Bildung (vgl. OECD 2010).

Zusammenfassung der Ziele und Inhalte:
Im Projekt wird die regionale Priorität Bildung für östliche Nachbarländer und die nationale Priorität Lehrerausbildung und Erziehungswissenschaft für die Russische Föderation abgedeckt.
Das Ziel dieses Projektes ist die Qualifizierung von Pädagogen und Bildungsmanagern im konsekutiven Aus- und Weiterbildungssystem für den konstruktiven Umgang mit Diversity in Bildungseinrichtungen und Organisationen. Zielgruppen in der Ausbildung sind Studierende des BA- und MA-Studiengangs in den Bereichen Lehramt, Pädagogik, Sozialpädagogik sowie Doktoranden; in der Weiterbildung sind es Lehrer, Bildungsmanager, Vertreter von Behörden (Kommune, Stadt, Sozialamt, Migrationsdienst etc.). Nutznießer dieser Maßnahmen sind Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen, ihre Eltern, Hochschule, heterogene Organisationen/Unternehmen, Sozialämter und Migrantendienste, kommunale Behörden.

Grundidee

Fokussierung auf Diversity im Sinne von Intersektionalität, d.h. Pädagogen brauchen Kompetenzen, um allen Facetten der Heterogenität in einer Lerngruppe wie  u.a. physische Probleme, Sprachprobleme, kulturelle Prägungen, soziale Verwahrlosung, Hochbegabung gerecht zu werden.

Spezifische Ziele

  • Qualifizierung von Pädagogen und Bildungsmanagern im konsekutiven Aus- und Weiterbildungssystem für den konstruktiven Umgang mit Diversity in Bildungseinrichtungen und Organisationen
  • Länderübergreifende Vernetzung und internationale Ausrichtung der Aus- und Weiterbildungsangebote in Diversity-Pädagogik und Diversity-Management zur Zusammenführung der Best Practice der Bildungseinrichtungen
  • Modernisierung der Curricula für die Bachelorstufe mit pädagogischem Profil durch modularisierte thematische Cluster in Diversity
  • Entwicklung des Curriculums für die Masterstufe „Bildungsmanagement in heterogenen Organisationen“
  • Entwicklung von Modulen fьr die Weiterbildung in Diversity-Pädagogik und -Management
  • Internationale Tandembetreuung der Doktorarbeiten in Diversity
  • Netzwerkbildung in lokalen Bildungslandschaften zur Inklusion von Randgruppen
  • Schaffung eines inklusiven Milieus an den Hochschulen
  • Verfassen von Lehrbüchern zum Umgang mit Heterogenität

Das Besondere an der Zielsetzung dieses Projektes ist die Fokussierung in einem ganzheitlichen Aus- und Weiterbildungssystem auf Diversity in ihrer ganzen Breite. Pädagogen in allgemeinbildenden Einrichtungen und Bildungsmanager brauchen eine intersektionale Sichtweise im Sinne von Capability Approach, da sie es nicht ausschließlich mit bestimmten Sektionen von Diversity zu tun haben, sondern mit Gruppen und Organisationen konfrontiert werden, die alle Facetten der Vielfalt widerspiegeln (physische Beeinträchtigungen, Sprachprobleme, kulturelle Prä-gungen, soziale Verwahrlosung, Hochbegabung) in verschiedenen Kombinationen (z.B. physische Beeinträchtigungen plus Hochbegabung). Dadurch entsteht ein Bedarf an Pädagogen, die kompetent und ganzheitlich mit diesen Verschiedenheiten umgehen können, indem sie: Toleranz und soziales Engagement entfalten, diagnostische und förderdiagnostische Kompetenzen erwerben, sich differenzierte Lernstrategien und  spezifische Lernmethoden aneignen, Strategien und Techniken sozialer Integration beherrschen, fähig werden, Integrationsprozesse in heterogenen Organisationen zu steuern und pluralistische Organisationskulturen zu entwickeln.

Zielgruppen

  • Studierende des BA- und MA-Studiengangs in den Bereichen Lehramt, Pädagogik, Sozialpädagogik
  • Doktoranden
  • Lehrer, Bildungsmanager, Vertreter von Behörden (Kommune, Stadt, Sozialamt, Migrationsdienst etc.)

Wem nützt das Projekt?

  • Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen
  • Eltern
  • Schulen
  • Hochschulen
  • Heterogenen Organisationen/Unternehmen
  • Sozialämtern und Migrantendiensten etc.
  • Kommunalen und regionalen Behörden

Konsortium:

EU: Universitäten: Hildesheim, Bremen, Wien, Helsinki und Link Campus Universität Rom

Russische Förderation: Staatliche Universitäten: Welikij Nowgorod, Tjumen, Kuban/Krasnodar, Ryazan, Wologda, Kostroma und Weiterbildungsakademie St. Petersburg sowie eine multikulturelle Schule in St. Petersburg

Ukraine: Nationale Universitäten: Kiev (Dragomanov), Chmelnitzki, Berdansk und das Kinderheim SUN in Kiev

Weißrussland: Staatliche Universitäten: Witebsk, Mosyr und Weiterbildungsakademie Minsk

 Mehr über das Projekt: 

https://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-erziehungswissenschaft/angewandte-erziehungswissensch/forschung-projekte/tempus-iv/

Nachhaltigkeit der Projektergebnisse 2017-2019

Result 1:

Title: Einrichtung und Nutzung von Kompetenzzentren „Diversity-Pädagogik und Diversity-Management“ bzw. Labors für „Inklusive Bildung“ in 13 Partneruniversitäten (Russland, Ukraine, Weißrussland)

 Description:

Für eine effiziente Arbeit im Projekt wurden in allen Partneruniversitäten in differenzierter Weise Kompetenzzentren für inklusive Bildung oder/und Labors für Inklusion eingerichtet. Die Räume wurden von den Universitäten entsprechend möbliert und die Geräte werden gewartet. Seit dem Ende des Projektes sorgen die Universitäten für die personelle Ausstattung wie auch für die Wartung der Geräte und für Neuanschaffungen.

Die Ausstattung der Kompetenzzentren ermöglichte neue Lehr- und Lernmethoden durch die Nutzung neuer Medien (interaktive Lehrformen, E- Learning-Programme etc.). Durch Anschaffung von Hilfsmitteln für Menschen mit einem Handicap konnten Studierende mit besonderen Bedürfnissen in die Hochschulen aufgenommen werden und die Ausstattung war und ist weiterhin Modell für Hochschulen der Region und weitere Bildungseinrichtungen.

Alle Kompetenzzentren und Labors haben über die Projektlaufzeit hinaus hochschulinterne und -externe Aufgaben.

Interne Aufgaben: Zentrum für internationale Begegnungen und Pflege des internationalen Netzwerkes; Zentrum zur Kooperation im regionalen Bildungsraum; Hausinterne Schulungen (Diversity-Pädagogik u. –Management, Hochschuldidaktik, IT, Fremdsprachenschulungen); Schulung zur Schaffung eines inklusiven Milieus an den Hochschulen; Unterricht in der Arbeit mit sehschwachen und schwerhörigen Lernenden sowie für interessierte Wissenschaftler; Vorbereitung für Lehrer und Bildungsmanager der Region im Bereich inklusiver Bildung und Managements der Vielfalt; Durchführung von Lehrveranstaltungen mit Studenten, Förderung von Forschungsarbeiten wie u.a. Examens- und Diplomarbeiten sowie Promotionen; Bekanntmachungen von Neuerscheinungen in der Literatur, thematische  Ausstellungen; Weiterbildung von pädagogischen Psychologen, Sonderpädagogen, Logopäden; Durchführung von Experimentalforschungen beim Anfertigen der Jahres- und Diplomarbeiten, Masterarbeiten und Promotionen; Vorbereitung von Publikationen und Informationen über nachhaltige Projektergebnisse; Arbeit mit Literatur zu „Diversity“ (Spezialbibliothek) u.a.m..

Externe Aufgaben: Beratung der Akteure der regionalen und lokalen Communities zu Prävention und Intervention im Umgang mit sozialen Randgruppen; Elternschulung; Schulung von Multiplikatoren;  Schulung von Vertretern der Migrantendienste/ Sozialämter/ Behörden in Diversity, in IT, in Sprachen; Durchführung von interaktiven Online-Seminaren, Videokonferenzen; Realisierung von E-Learning u.a.m.

Nutzer der Zentren und Labors sind u.a. Dozenten, Studenten, Teilnehmer an Weiterbildungsveranstaltungen und Multiplikatoren, Bildungsmanager sowie Lehrkräfte. Wissenschaftler profitierten vom Angebot des englischen bzw. deutschen Fremdsprachenunterrichts. Es erhöhte ihre Möglichkeit der Teilnahme an internationalen Tagungen und der Kooperation in den internationalen Netzwerken und es ermöglichte, Theorien und Ansätze aus der internationalen Literatur besser zu verarbeiten. Die regelmäßige Schulung von Multiplikatoren ermöglichte die Verbreitung der praktischen Umsetzung von inklusiven Anforderungen in den Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen der jeweiligen Regionen.

Beispiele:

Universität in Witebsk: Es wurden im Laufe des Projekts neue Unterinstitute an der Universität aber auch an anderen Bildungseinrichtungen wie Grundschulen, Schulen für Begabte, im Kinderheim, im Altersheim, in Behindertenheimen errichtet. Die Institute werden vom Rektor der Universität unterstützt und die Kooperation wurde vertraglich festgeschrieben. Das ist für beide Kooperationspartner eine profitable Zusammenarbeit.

Universität in Berdjansk: Das Kompetenzzentrum der Universität wurde nach Ablauf des Projektes als eine regionale Zentralstelle für die inklusive Bildung anerkannt.

 

Result 2:

Title: Durchführung von Datenerhebungen zu den Bedarfen von Kindern, Jugendlichen, Pädagogen und Eltern in den Ländern Russland, Ukraine, Weißrussland

Description:

In Russland wurden unter der Leitung des Weiterbildungsinstituts St. Petersburg, in der Ukraine unter der Leitung der Universität Kiew und in Weißrussland unter der Leitung des Weiterbildungsinstituts Minsk insgesamt 16.760 Pädagogen, Studierende, Eltern und Bildungsmanager befragt. Die Fragebögen wurden landesspezifisch entwickelt. Die gewonnenen Daten bildeten die Grundlage für die Erarbeitung bedarfsgerechter Module und Trainingsprogramme im Weiterbildungssystem. Zur Durchführung der Umfrage und zur Interpretation der Daten wurden an jeder Partneruniversität je eine Arbeitsgruppe gebildet.

Pädagogen wurden nach ihrer Selbsteinschätzung (soziale und akademische Professionalität) und der Bedeutung der Fachkompetenz im Bereich inklusiver Bildung befragt sowie nach den Maßnahmen, die sie ergreifen, um effektiv in ihrer beruflichen Weiterentwicklung zu sein Schüler und Eltern wurden nach ihren besonderen Bedürfnissen bezüglich Schulform, Lehrformen sowie ihren Wünschen nach individueller Förderung etc. befragt.

Die befragten Lehrkräfte und Studierenden forderten eine höhere Qualität der Bildung insbesondere im Bereich der Mehrsprachigkeit, der Diagnosefähigkeit und der theoretischen Ansätze. Sie bemängelten, dass sie zu wenige Kenntnisse von den Wertvorstellungen der Kinder haben, die als Migranten in das Land kommen. Besondere Herausforderungen haben sich durch Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten ergeben – derzeit insbesondere durch kriegstraumatisierte Flüchtlinge aus der Ost-Ukraine. Besonders die Lernkultur der Migrantenfamilien aus asiatischen Ländern ist den befragten Pädagogen fremd. Die Lehrkräfte stellten fest, dass diese Kinder strukturierte und genaue Instruktionen brauchen und dass man nach Möglichkeiten suchen muss, die es ihnen erlauben, ihre eigene Kultur zu erhalten. Besondere Probleme bereitete die Lösung von Konflikten mit Menschen muslimischer Religion. Insgesamt wünschte sich mehr als die Hälfte der Befragten mehr Kompetenzen.

Die Auswertung der Ergebnisse war die wissenschaftliche Grundlage für die Erarbeitung von Kompetenzkatalogen zur Entwicklung neuer Curricula im Three-Cycle-System für den Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengang sowie für die Weiterbildung. Die gewonnenen Daten bildeten auch die Grundlage für die Erarbeitung bedarfsgerechter Module und Trainingsprogramme im Weiterbildungssystem.

Die Ergebnisse wurden auf den Koordinationssitzungen und auf Tagungen vorgestellt und diskutiert. Der Gesamtbericht wurde allen Partneruniversitäten zur Verfügung gestellt.

Name of the attachment for the result 2:

Datenerhebungen – Berichte der Forschungsergebnisse /  Исследование специфических потребностей педагогов и образовательных менеджеров в области инклюзивного образования

 

Result 3:

Title: Entwicklung eines strategischen Entwicklungsplans zum Aufbau einer inklusiven Bildungslandschaft

Description of the result:

Führungskräfte und Dozenten wurden im Bereich „Schaffung einer inklusiven Bildungslandschaft“ an den Universitäten Hildesheim (DE) und Nowgorod (RU) weitergebildet, so dass sie diese Kompetenzen einsetzen konnten, um neue Kooperationen mit Administrationen, Vereinen, Verbänden, Stiftungen etc. einzugehen, die sich mit Diversity und Heterogenität in der Gesellschaft beschäftigen und um die Zusammenarbeit zu systematisieren.

Von allen Partnern liegen ausführliche und auf die regionalen Bedarfe und Möglichkeiten abgestimmte strategische Entwicklungspläne zur Inklusion und zur Schaffung einer inklusiven Bildungslandschaft bis mindestens 2020 vor.

Bei der Erstellung der strategischen Entwicklungspläne zur Schaffung einer inklusiven Bildungslandschaft in der Stadt und der Region arbeiten die Partner nachhaltig eng mit den Behörden und sozialen Einrichtungen der Stadt und der Region (kulturelle, sportliche, soziale Einrichtungen) zusammen und nehmen Einfluss auf die in den Behörden geführten Diskussionen und teilweise auch auf die Verordnungen. Der in der Universität Kiew entwickelte Entwicklungsplan wurde zum Beispiel beim komplexen Stadt-Programm „Bildung in Kiew 2016-18“ im Unterkapitel „Inklusive Bildung“  berücksichtigt.

 Name of the attachment for the result 3:

Ausgewählte Strategische Entwicklungspläne aus den Universitäten Chmelnitzki, Witebsk, Nowgorod, St. Petersburg, Tjumen.

 

Result 4:

Title:

Weiterbildungs-Programm „Train the Trainer“

Description:

Das Programm „Train the Trainer“ wurde an der Universität Kiew (UA) entwickelt und allen Partneruniversitäten zur Verfügung gestellt, um das dort erarbeitete Rüst- und Handwerkszeug zur effektiven und erfolgreichen Durchführung von Trainings und Seminaren in die Modulbeschreibungen einfügen zu können. Es dient dazu, die Steuerung von Lern- und Gruppenprozessen zu vervollkommnen und die kommunikative Kompetenz im Trainingsbereich zu erhöhen und zu optimieren  Es geht um mehr Sicherheit und Struktur, um wirkungsvolle Trainings vorzubereiten und durchzuführen, um eine Verbesserung der Didaktik, um den optimalen Einsatz von Visualisierung, um neue Trainingsmethoden, um Verbesserung des eigenen Trainingsverhaltens und um einen souveränen Umgang mit Störungen. Für die Entwicklung des Programms nahmen Wissenschaftler der Universität Kiew an einer Fortbildungsveranstaltung der Universität Hildesheim (DE) teil. Das Programm wurde auf die Plattform gestellt und ein Webinar an der Universität Kiew durchgeführt. Das Weiterbildungsinstitut Minsk überprüfte die Weiterverbreitung des Programms.

Name oft he attachement for the result 4:

Weiterbildungs-Programm „Train the Trainer“

 

Result 5:

Title: Entwicklung von Curricula in Diversity im Three-Cycle-System

Description:

Im Mittelpunkt des Projektes stand die Modernisierung und Entwicklung der Curricula für das vernetzte Aus- und Weiterbildungsangebot und Doktorandenstudium im Bereich Diversity mit dem Ziel Studierende und Teilnehmer an Weiterbildungsveranstaltungen darauf vorzubereiten mit heterogenen Gruppen von Kindern und Jugendlichen konstruktiv umzugehen sowie Steuerungsprozesse in heterogenen Organisationen effektiv zu leiten.

Für den Bachelorstudiengang, den Masterstudiengang, den Promotionsstudiengang und für die Weiterbildung im Bereich Diversity wurden Curricula entwickelt. Zur Vorbereitung des kompetenz- und output-orientierten Konzepts der Ausbildung der Pädagogen im Bereich Diversity wurden Kompetenzkataloge auf Grund von Marktanalysen und Analysen der Standards für pädagogische Bildung erarbeitet und ein Fortbildungsseminar an der Universität Bremen (DE) durchgeführt. Die Kompetenzkataloge  beschreiben basale u. spezifische Kompetenzen für jede Stufe der Ausbildung. Die Kataloge bildeten die Basis zur Curiculumentwicklung im TCS und beruhen auf dem Kompetenzansatz in Diversity-Pädagogik u. -Management (Tuning-Methology). Auf dieser Basis wurden curriculare Strukturen entwickelt, die in die Kerncurricula eingebunden wurden.

Die Curricula für die Bachelorstufe wurden modernisiert. D.h. für einen Bachelor mit pädagogischem Profil wurden modularisierte thematische Cluster in Diversity entwickelt. Das Cluster enthält ein Einführungsmodul in die Thematik „Diversity“, drei Grundmodule mit je drei Wahlteilmodulen, einen Pool von Bausteinen zu Förderdiagnostik und eine Verordnung über das Praktikum. Die  neu entwickelten Module zum Themenbereich „Diversity“ für den Bachelor in den Disziplinen u.a. Erziehungswissenschaft wurden in den Partneruniversitäten implementiert. Das Cluster wurde zur Diskussion auf das IuK Portal und allen Netzwerkuniversitäten zur Verfügung gestellt.

Zur Entwicklung eines Masterstudiengangs „Bildungsmanagement in heterogenen Organisationen“ wurden Arbeitsgruppen von Wissenschaftlern gebildet, die die Möglichkeiten prüften, ein gemeinsames Curriculum für die Masterstufe zu gestalten. Dazu wurden die erforderlichen Kontakte in Form von Videokonferenzen u. E-Mails geknüpft. Prüfungs- u. Studienordnungen wurden auf der IuK- Plattform zur Diskussion gestellt, Lehrpläne wurden analysiert, verglichen u. auf Kompatibilität geprüft. Das Curriculum für den Master enthält  zwei Pflichtmodule u. ein Wahlpflichtmodul, die aus dem Projekt 159371-TEMPUS-DE-TEMPUS-JPCR entnommen und angepasst wurden. Neu entwickelt wurden zwei Pflichtmodule, davon eines mit drei Wahlteilmodulen. Die Wahlpflichtmodule wurden als E-Learning, ein Teilmodul wurde bilingual erarbeitet.  

Für das Promotionsstudium wurden drei Module aus dem Projekt 159371-TEMPUS-DE-TEMPUS-JPCR übernommen und zwei Module neu entwickelt. Zur individuellen Betreuung der Doktoranden wurden internationale Beratertandems gebildet, die auf Tagungen bzw. mit Hilfe neuer Kommunikationsmedien miteinander konferierten.

Zur Entwicklung eines individuellen Weiterbildungsweges wurde ein Angebot, auch als E-Learning erarbeitet, das aus einem Einführungsmodul, Grundwahlmodulen und teilnehmerorientierten selbstreflexiven, kommunikativen und praxisorientierten Trainingsprogrammen sowie Fallanalysen aus der eigenen Praxis besteht. Spezifisch für das Angebot für Bildungsmanager wurden Wahlteilmodule und Pflichtwahlmodule aus dem im Projekt entwickelten Masterprogramm entnommen und in E-Learning Kurse umgewandelt.

E-Learning und Blended Learning Programme wurden auf allen Stufen in ausgewählten Teilmodulen erarbeitet. Zur Vorbereitung der bilingualen Teilmodule (deutsch/englisch/ukrainisch/russisch) wurden fachsprachliche Weiterbildungskurse für Hochschullehrer an allen Partneruniversitäten organisiert.

Für die inhaltliche Arbeit in den Studiengängen und für Weiterbildungsseminare wurden Modulhandbücher entwickelt (insgesamt 561 Seiten). Es wurden alle entwickelten Module in systematisierter und übersichtlicher Weise zusammengefasst. Diese Bücher stehen allen Projektteilnehmern und interessierten Universitäten zur Verfügung und sie wurden entsprechend im Land und in der Region verbreitet. Die Modulhandbücher wurden unter Berücksichtigung der in den Ländern jeweils erlassenen neuen Gesetze und Vorgaben zum Umgang mit Heterogenität / Inklusion erarbeitet und die Arbeitsergebnisse wurden in Workshops und Tagungen zwischen den russischen, ukrainischen und weißrussischen Partneruniversitäten diskutiert. Durch Wissenschaftler aus den EU-Universitäten, wurde die Qualität der erarbeiteten Module geprüft und auf den Tagungen in Bremen (DE), Hildesheim (DE), Rom (IT) und Wien (AT) wurde die Implementierung  der Module und des Masterstudiengangs diskutiert. Es wurden landesspezifische Erfahrungen über  Akkreditierung und Lizenzierung ausgetauscht.

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Modulhandbuch für den Bachelorstudiengang

Modulhandbuch für den Masterstudiengang

Modulhandbuch für Aus- und Weiterbildung

Modulhandbuch für das Promotionsstudium

 

Result 6:

Title: Akkreditierung und Lizenzierung des Masterstudiengangs „Bildungsmanagement in heterogenen Organisationen“ in 4 russischen, 2 ukrainischen und 2 weißrussischen Universitäten

Description of the result:

Das im Projekt entwickelte Curriculum des Masterstudiengangs „Bildungsmanagement in heterogenen Organisationen“ (s. ausführliche Beschreibung Result 5) wurde unter Berücksichtigung der länderspezifischen  Standards und der spezifischen universitären Strukturen in folgender Weise  an allen Partneruniversitäten implementiert. Der Studiengang wurde in folgender Weise akkreditiert bzw. lizenziert (Stand Januar 2019):

Partneruniversität

Information

Staatliche Universität

Wologda (RU)

Masterstudiengang lizenziert und akkreditiert im Rahmen der Fachrichtung ”Pädagogische Bildung”

Er existierte bis 2018 mit 5 Studierenden im letzten Jahr. Neue Studentenaufnahme sind geplant für 2020.

Staatliche Universität

Tjumen (RU)

Masterstudiengang ”Inklusive Bildung” implementiert seit 2016, lizenziert und akkreditiert im Rahmen der Fachrichtung “Bildung und Erziehungswissenschaft“ gefördert durch die Potanin-Stiftung /Russland/ 2017

Staatliche Universität

Rjasan (RU)

 

Masterstudiengang in 2016 akkreditiert, existiert bis heute, mit 18 Studierenden, sehr populär: 3 Bewerber auf einen gebührenfreien Platz in 2018

Nationale Universität

Berdjansk (UA)

Der Masterstudiengang „Management“ mit der Spezialisierung „Management von Bildungseinrichtungen“, akkreditiert in 2018. 45 % des Curriculums sind die Module, die im Projekt entwickelt wurden.

Staatliche Universität

Mosyr (BY)

Masterstudiengang akkreditiert im Rahmen der Fachrichtung ”Bildungsmanagement” in 2016, existiert bis heute mit der Studentenzahl 27 im Rahmen dieser Fachrichtung

Staatliche Universität

Novgorod (RU)

Der Masterstudiengang "Bildungsmanagement in heterogenen Organisationen" wurde in 2015 implementiert, akkreditiert und lizenziert in 2016 im Rahmen der Fachrichtung "Pädagogische Bildung".

Als eigenständiger Studiengang existierte er bis 2018, seit 2018 in den  Studiengang „Bildungsmanagement“ integriert (insg. 14 Studierende). In 2017 wurde ein neuer Masterstudiengang „Inklusive Bildung“ im Rahmen der Fachrichtung „Psychologisch-pädagogische Bildung“ eingerichtet (10 Studierende)

Staatliche Universität

Witebsk (BY)

Masterstudiengang akkreditiert im Rahmen der Fachrichtung  ”Bildungsmanagement” in 2014, existiert bis heute mit der Studentenzahl 28 im Rahmen dieser Fachrichtung.

Nationale Universität Chmelnitzki

Der Masterstudiengang ist im Rahmen der Fachrichtung "Management der Organisationen" mit Spezialisierungen "Management der Bildungsorganisationen" und Management der heterogenen Organisationen " lizenziert und akkreditiert. Die Module, die im Projekt entwickelt wurden, werden heute den Studierenden als Wahlmodule angeboten.

 

 

Result 7:

Title: Fort- und Weiterbildung für Modulentwickler, Dozenten und Weiterbildner in den Bereichen Modulentwicklung und Lehre in der Hochschule; Forschungsaufenthalte von Doktoranden

Description:

Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen in verschiedenen EU-Universitäten in Form von aktiven und interaktiven Seminaren und Workshops gewährleisteten eine effektive Arbeit im Bereich der Modulentwicklung sowie in der Lehre.

Weitergebildet wurden Dozenten durch: Workshops und Tagungen an den EU-Universitäten zum Themenbereich „Diversity“ einschließlich neuer Lehr- und Lernmethoden und -materialien; Fortbildungsseminare in IT (E-Learning, Webinar, Elektronisches Portfolio, neue Medien für Studenten und Schüler mit einem Handicap); Kurse in den Fremd- bzw. Fachsprachen Englisch bzw. Deutsch; Weiterbildungskurse im Inland zum Themenbereich „Diversity“; Individuelle Beratungen durch EU-Wissenschaftler und Experten (per Mail, per Skype, auf Fortbildungen und Tagungen).

Für die Entwicklung der Module wurden als Vorbereitung an den Partneruniversitäten thematische Videokonferenzen zum Thema „Systeme wissenschaftlicher Weiterbildung im internationalen Vergleich“ abgehalten. Des Weiteren fanden Fortbildungsaufenthalte an EU-Partneruniversitäten für die inhaltliche und methodische Qualifizierung der Modulentwickler statt. Zur Entwicklung der  Konzeption von Trainingsprogrammen in Diversity und den Erwerb der spezifischen Moderationsmethoden der Trainings wurde ein Workshop an der Universität Hildesheim (DE) durchgeführt. An den Universitäten Hildesheim und Bremen (DE) fanden gemeinsame Arbeitstreffen zur Vorbereitung des Masterstudiengangs statt. Die Modulentwickler absolvierten Fortbildungsaufenthalte an den Partneruniversitäten der EU, besuchten einen Workshop „Inklusive Bildung international“ an der Universität Wien (AT). Masterstudenten besuchten Seminare in einigen anderen Partneruniversitäten, die im Team mit Wissenschaftlern aus den EU-Partneruniversitäten durchgeführt wurden.

Zur Methodik der E-Learning-Weiterbildungsangebote für Menschen mit Behinderung fand ein Webinar an der Universität Chmelnitzki (UA) statt, sowie hausinterne Schulungen in IT. Zur Entwicklung der Kompetenzen bezüglich der Konzipierung der Trainingsprogramme von Weiterbildnern in Diversity und zum Erwerb der spezifischen Moderationsmethoden der Trainings wurde ein Workshop an der Universität Hildesheim (DE) durchgeführt.

Internationale Tagungen an den Universitäten Nowgorod (RU), Wien (AT), Witebsk (BY) und Hildesheim (DE) bezogen außer den Projektteilnehmern auch Wissenschaftler aus anderen Universitäten und Ländern mit ein und sorgten für eine weite Verbreitung der Projektergebnisse. Eine Tagung an der Universität Kiew (UA) war leider aus politischen Gründen nicht mehr möglich.

Ausgewählte Doktoranden absolvierten einen Forschungsaufenthalt an der Universität Hildesheim (DE). Sie nahmen vor dem Aufenthalt an Sprach- und Fachsprachkursen in Deutsch bzw. Englisch teil. An der Universität Hildesheim  (DE) wurden sie von Wissenschaftlern bezüglich ihrer geplanten Doktorarbeiten beraten (unter Einbeziehung deutscher und englischer Literatur) und sie lernten ein Promotionskolleg an einer deutschen Universität kennen.

 

Result 8:

Titel: Lehrbuch „Diversity-Management in heterogenen Organisationen“ (ISBN 978-5-89896-627-0)

Description:

Es wurde ein international zusammengesetztes Autorenteam zum Verfassen des Lehrbuchs „Diversity-Management in heterogenen Organisationen“ (print und online) gebildet. Wissenschaftler der Universitäten Chmelnitzki (UA), Nowgorod (RU) und Hildesheim (DE) arbeiteten bei Arbeitstreffen und über die digitalen Kommunikationsmedien zusammen.  

Im Lehrbuch werden unterschiedliche Diversity-Management Konzepte und Modelle im internationalen Vergleich behandelt. Die Autoren waren bemüht, für globale Unternehmen gedachte  Konzepte  für die Bildungseinrichtungen zu adaptieren und ihre besondere Rolle für die Hochschul- und Schulentwicklung  in USA, Deutschland, Russland, Ukraine, Südafrika und andere Länder auf Grund einer komparatistischen Studie  zu zeigen. Das internationale Autorenteam nahm sich vor, an der Schnittstelle zwischen Erziehungswissenschaft und Bildungsmanagement das Problem des Umgangs mit Heterogenität in Organisationen zu lösen und beantwortete folgende grundsätzliche Fragen: Warum besteht bis heute in der Gesellschaft und in der Schule Angst vor der Vielfalt? Kann diese Angst mit pädagogischen Mitteln überwunden werden?  Kann die Vielfalt in der Gesellschaft und in Bildungssystemen gemanagt werden? Wenn ja, wie sehen konzeptionelle Rahmen und Strategien des Diversity Managements aus? Die Antworten auf  diese offenen Fragen enthält  die Metatheorie des Diversity-Konzeptes in heterogenen Organisationen, die im Lehrbuch wissenschaftlich fundiert aufgearbeitet wird, ohne die praktische Relevanz außer Acht zu lassen.

Das Ziel des Lehrbuches ist es, Führungskräften in Bildungsorganisationen für die Einzigartigkeit jedes Lehrers und jedes Schülers zu sensibilisieren und ihnen Strategien zur Entwicklung dieser Einzigartigkeit und ihrer Potenziale an die Hand zu geben..

Das Lehrbuch ist in den Beständen der führenden nationalen Bibliotheken vorhanden. Es wurde auf zahlreichen nationalen und internationalen Tagungen und Workshops verbreitet. Damit wird nachhaltig gesichert, dass die Projektergebnisse als Studienangebote über die Netzwerkuniversitäten hinaus verbreitet werden.

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Lehrbuch: Diversity Management / МЕНЕДЖМЕНТ МНОГООБРАЗИЯ (PDF)

 

Result 9:

Title: Lehrbuch: „Pädagogik der Vielfalt“ (ISBN 978-966-289-122-5)

Description:

Es wurde ein international zusammengesetztes Autorenteam zum Verfassen des Lehrbuchs „Diversity-Management in heterogenen Organisationen“ (print und online) gebildet. Wissenschaftler der Universitäten Kiev (UA), Kuban (RU), Mosyr (BY), Bremen (DE) und Hildesheim (DE) arbeiteten bei Arbeitstreffen und über die digitalen Kommunikationsmedien zusammen. 

Im Buch geht es um deontologische und anthropologische Grundlagen der Pädagogik der Vielfalt, eine Pädagogik der Toleranz und um die Kooperation mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Familien, mit Kindern und Jugendlichen mit abweichendem Verhalten, um Kooperation mit hochbegabten Kindern sowie um eine Kultur der Heterogenität in der Bildungseinrichtung.

Das Lehrbuch ist in den Beständen der führenden nationalen Bibliotheken vorhanden. Es wurde auf zahlreichen nationalen und internationalen Tagungen und Workshops verbreitet. Damit wird nachhaltig gesichert, dass die Projektergebnisse als Studienangebote über die Netzwerkuniversitäten hinaus verbreitet werden.

Das Buch enthält zahlreiche Lehrmaterialien unter Berücksichtigung der verschiedenen Bedarfe der Studierenden und Lehrenden.

Name of the attachment for the result 9:

Lehrbuch: Pädagogik der Vielfalt / ПЕДАГОГИКА МНОГООБРАЗИЯ. Учебное пособие (PDF)

 

Result 10 :

Title: Sammelband der wissenschaftlichen Studien von Doktoranden und Habilitanten

Description:

Die Doktoranden, die den Forschungsaufenthalt an der Universität Hildesheim (DE) absolvierten, sowie einige Habilitanten, verfassten Artikel zu ihrem jeweiligen Promotions- bzw. Habilitationsthema. Sie wurden dabei von Wissenschaftlern der Universität inhaltlich beraten.

Die Artikel wurden von Wissenschaftlern der Universität Hildesheim zu einem Sammelband mit dem Titel: „Inklusion im Bildungsbereich. Streiflichter aus Russland, Ukraine und Weißrussland“ zusammenfasst (Sprachen: deutsch und englisch).

Die 15 Artikel des Buches spiegeln die Auseinandersetzung junger Wissenschaftler aus Osteuropa und ihre Wahrnehmungen heterogener Lernwelten wieder. Das Buch soll deutsch- und englischsprachigen Lesern zeigen, dass das Thema einer menschenrechtsbasierten inklusiven Pädagogik in den letzten Jahren zunehmend in den osteuropäischen Ländern in den Fokus gerückt ist. Es ist zudem ein Beleg dafür, dass das Projektthema von Nachwuchswissenschaftlern aufgegriffen wurde und zu einer nachhaltigen Verbreitung der Projektergebnisse beiträgt.

Name of the attachment for the result 10:

Inklusion im Bildungsbereich. Streiflichter aus Russland, Ukraine und Weißrussland/ Inclusion in Russia, the Ukraine and Belarus. Current Work and Research (ISBN 978-3-487-15507-4)

 

Result 11

Titel: “Inclusive Education in Different East and West European Countries” (Sammelband)

Description

In einem Sammelband wurden Artikel von Wissenschaftlern aus allen im Projekt mitarbeitenden Universitäten zum Thema Inklusion / Diversity zusammengefasst und an der University Link Campus in Rom herausgegeben. Die Artikel befassen sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Thematik „Inklusion“ und zeigen die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede in der wissenschaftlichen Diskussion um den Umgang mit Heterogenität in Schule, Hochschule und in der Gesellschaft.

Das Buch ist ein Beleg für die lebendige und nachhaltige Auseinandersetzung mit der Thematik Diversity im Diskurs zwischen ost- und westeuropäischen Ländern.

Name of the attachment for the result 10:

Inclusive Education in Different East and West European Countries (ISBN 978 88 97931 24 9)

MONITORING DES TEMPUS-PROJEKTS IN DER RUSSLAND

Im Rahmen unseres abschließenden Monitorings der TEMPUS-Projekte fand ein Impact-Monitoring-Besuch des Projekts „Aus- und Weiterbildung für Pädagogen und Bildungsmanager im Bereich Diversity“ am 4. Dezember 2018 an der Staatlichen Universität Tyumen statt. Es wurde von der Organisation National Erasmus + Russia durchgeführt und vertreten durch Dr. Anna Muraveva, stellvertretende Direktorin und Dr. Julia Redina, Manager.

Während des Besuchs traf sich das Monitoringteam mit dem Vizerektor, Herrn Tolstikov, der Direktorin des Regionalen Instituts für internationale Zusammenarbeit der staatlichen Universität Tyumen, Frau Telegina, und der Direktorin des Zentrums für inklusive Bildung, Frau Volosnikova. Wir möchten den Mitgliedern des Projektteams danken, die für die Zeit, die sie den Diskussionen gewidmet haben, anwesend sein konnten und dass sie uns über die Fortschritte der Erreichung der Projektziele informiert haben.

Dieses Projekt kann zu Recht als Best-Practice-Beispiel betrachtet werden. Der Erfolg hängt von einer Kombination von Faktoren ab, wie bspw. passendes Projektdesign, klar definierte Ziele und Wege, um die zu erreichen. Das engagierte Team und eine hervorragende Zusammenarbeit trugen dazu bei.

Eine sehr wichtige Rolle spielte die Universitätsverwaltung, die die Voraussetzungen dafür geschaffen hat, dass die Arbeitsgruppe effizient und effektiv während der Projektzeit arbeiten konnte, und auch später nach seinem Abschluss. In Anerkennung des Projekterfolgs beschloss die Verwaltung, ein Institut für inklusive Bildung als strukturelle Einheit der Universität einzurichten, die aus dem Universitätsbudget finanziert wird.

Die Auswirkung kann als Transformation der Universität zu einer inklusiven Universität mit allen daraus folgenden strukturellen, organisatorischen und methodischen Änderungen bezeichnet werden. Das Zentrum für inklusive Bildung hat ein breites Angebot an Programmen und Kursen für verschiedene Zielgruppen: unterschiedliche Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen, Lehrer und Ausbilder für diese Zielgruppen, sowie Freiwilligen. Der Kern dieser Programme wurde im Rahmen des Projekts entwickelt.

Die Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer wird immer noch durchgeführt: In den Jahren 2017-2018 wurden über 500 Personen weitergebildet. Die Kurse beziehen sich auf verschiedene Themen, z. B. „Inklusion und soziale Ungleichheit“ und „Migration und Pluralismus“ (je 72 Stunden).

Die letzten beiden Kurse wurden in die Bachelor-Studiengänge integriert, um die Vision und Denkweise der Studierenden zu erweitern. Neue Kurse werden entwickelt, wenn ein entsprechender Bedarf erkannt wird. Basierend auf den Projektergebnissen wurde ein Master-Programm gestartet (15 Studenten im letzten Jahr, 22 - in diesem Jahr).

Das Zentrum beschäftigt auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die als Ausbilder für Menschen mit Behinderungen tätig sind, deren Behinderungen identisch mit ihren eigenen sind. Diese Trainer absolvieren zunächst eine vom Zentrum angebotene Schulung und erhalten ein entsprechendes Zertifikat.

Die Auseinandersetzung mit Fragen der inklusiven Bildung wird fortgesetzt, was sich in der Vorbereitung von Doktorarbeiten von drei Mitgliedern des Projektteams und in mehr als 10 Dutzend Publikationen einschließlich internationaler Publikationen (z. B. Tagungsband der DTU) widerspiegelt. Ein Projektteilnehmer trat in die London University ein.

Das Zentrum nimmt an allen nationalen Förderwettbewerben teil und hat im Bereich der inklusiven Bildung eine Reihe von Stipendien erhalten, die dazu beitragen, sein Ansehen auf nationaler Ebene zu steigern. Insgesamt hat sich die Universität dank des Projekts und der nach ihrem Abschluss systematisch durchgeführten Aktivitäten einen national anerkannten Ruf als Treiber für die Entwicklung einer Inklusionskultur erarbeitet: 14 Abkommen mit führenden russischen Universitäten über die Zusammenarbeit im Bereich der Inklusion wurden abgeschlossen. Ein effektives Partnerschaftsnetzwerk wurde gegründet.

Der Fortschritt des Konzepts der Inklusion hat dazu geführt, dass die Zahl der Sonderschulen (für Kinder mit besonderen Bedürfnissen) abgenommen hat und Mainstreaming ganz oben auf der Agenda steht.

An zwei Standorten der Universität Tyumen wurden die Zentren für inklusive Bildung nach dem Modell dieses Zentrums eröffnet. Diese Zentren sind für die Ausbildung von Lehrern für ländliche Schulen ihrer Regionen relevant. Dank des Projekts und der Aktivitäten des Zentrums, das als Ergebnis des Projekts etabliert wurden, wurde die Universität in das föderale Programm der russischen Top-Universitäten aufgenommen. Inklusion und Vielfalt sind derzeit Schlüsselbegriffe der Hochschulentwicklungsstrategie, deren neuer Vektor von der inklusiven Bildung zur inklusiven Kultur heißt.

Die im Projekt geknüpften internationalen Kontakte mit der Technischen Universität Dresden haben sich gefestigt und neue Kontakte mit den USA und Australien sind entstanden. Mit der DTU wurde ein bilaterales Joint-Degree-Programm gestartet und ein gemeinsames Promotionsprogramm in Betracht gezogen. Gemeinsame Promotionsprogramme werden mit Partnern in Australien und den USA geplant.

Alle Neuigkeiten über die Aktivitäten des Zentrums werden auf der Website der Universität in der Sektion Inklusive Bildung und auf der Website des Instituts sowie in VKontakte (soziales Netzwerk) veröffentlicht. Derzeit wird - unter Mitwirkung des Zentrums - auf nationaler Ebene ein virtueller Raum für Inklusion entwickelt.

MONITORING DES TEMPUS-PROJEKTS IN DER UKRAINE

Im Rahmen unseres abschließenden Monitorings der TEMPUS-Projekte, fand am 27. September 2018 an der Nationalunversität Chmelnyzkyj in der Ukraine, ein dritter Impact-Monitoring-Besuch in Ihrem Projekt, namens "Aus- und Weiterbildung für Pädagogen und Bildungsmanager im Bereich Diversity“ statt. Es wurde von der Organisation National Erasmus + Ukraine durchgeführt und vertreten durch Ivanna Atamanchuk und Frau Veronika Tkachenko.

Während des Besuches traf sich das Monitoringteam mit dem Vizerektor für internationale Beziehungen, 22 Projektvertretern der Nationaluniversität Chmelnyzkyj, dem ersten Vizerektor der Pädagogischen Universität Berdyansk, dem Abteilungsleiter für Bildung und Wissenschaft der regionalen Staatsverwaltung, einem Vertreter der Nationalen Pädagogischen Dragomanov-Universität und 3 Einzelvertretern der Schulen Nr. 7, Nr. 8 und Nr. 32 in Chmelnyzkyj. Wir möchten den Mitgliedern des Projektteams danken, die für die Zeit, die sie den Diskussionen gewidmet haben, anwesend sein konnten und dass sie uns über die Fortschritte der Erreichung der Projektziele informiert haben.

Die Ergebnisse des Projekts verbleiben entsprechend relevant für die Bedürfnisse der ukrainischen Universitäten und der definierten Zielgruppen. Es steht auch im Einklang mit dem aktuellen Diskurs über Heterogenität, Entwicklungen und Perspektiven der inklusiven Pädagogik im ukrainischen Bildungssystem. Das Projekt beeinflusste das Universitätspersonal, Studenten, Lehrer, Bildungsmanager, sowie Vertreter der verschiedenen heterogenen Gruppen und Organisationen

Die Projektergebnisse zeigten ihre Effektivität und Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen: individuell, beruflich, institutionell, gesellschaftlich, als auch im Bereich der Hochschulbildung. Die Partneruniversitäten in der Ukraine setzen das Curriculum weiterhin aktiv ein, konzipieren neue Lehrpläne und entwickeln Konstruktionskapazitäten für die Sekundarschullehrer und -leitung, Sozialpsychologen, Bildungsmanager und andere Manager. Die Projektteams betonten die wichtigen institutionellen Auswirkungen des APiD-Projekts auf die institutionelle Entwicklung aller drei ukrainischen Projektpartner.

Die Ergebnisse des Projekts tragen dazu bei, einen wesentlichen Beitrag zum Diskurs über Heterogenität und Inklusion in der Bildung zu leisten, die Anerkennung der inklusiven Bildung zu fördern und die Ausbildung von Pädagogen, sowie berufliche Ausbildungen in den ukrainischen Partnerhochschulen auf allen Ebenen einzubeziehen.

Die Kooperation zwischen den ukrainischen Partneruniversitäten, den Projektbeteiligten und den internationalen Partnern des Projekts wird derzeit fortgeführt (mit Ausnahme der russischen Partner). Die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse wurde durch neue internationale Abkommen und internationale Projektvorbereitung sichergestellt. 

Die ukrainischen Partneruniversitäten bieten weiterhin die von APiD entwickelten und modernisierten Kurse an. Das APiD-Kursmaterial wird zurzeit zur Verbesserung der Lernmaterialien für andere BA-, MA- und Doktoranden-Programme, sowie für Fortbildung an den ukrainischen Partneruniversitäten verwendet. Die Vertreter des Projektteams informierten darüber, dass das Projekt in allen ukrainischen Hochschulen weiterhin von der Leitung der Universitäten und der mittleren Managementebene  unterstützt wird.

Die entwickelten Kurse erhöhten die Effizienz und die Qualität der Bildung und unterstützen das Bewerbungs- und Zulassungsniveau von Studierenden mit besonderen Bedürfnissen an Universitäten.

Neue interaktive Labore und Zentren, die im Rahmen des APiD-Projekts geschaffen und eingerichtet wurden, unterstützen weiterhin die Mitarbeiter und Studenten bei ihren Bildungsprozessen.

Die entwickelten und modernisierten Lehrpläne, die zurzeit an allen ukrainischen Partneruniversitäten angeboten werden, hatten jedoch folgende Schwächen:

- Manche Profile und Beschreibungen der modernisierten Studiengänge und Kurse sind nicht im Einklang mit dem ukrainischen Gesetz für Hochschulbildung und Hochschulstandards;

Der genaue Zusammenhang zwischen den formulierten Kompetenzen und den Lernergebnissen für die modernisierten Kurse und Programme, sind nicht in vollem Umfang gewährleistet.

 

Die Partneruniversitäten rüsteten die Kompetenzzentren oder Labore für die inklusive Bildung mit Sonderausstattung aus, die für Forschungs- sowie akademische Zwecke genutzt werden.

Auf der Basis von den Beobachtungen des NEO-Ukraine Teams wurden folgende Empfehlungen für die APiD-Projektpartnerschaft erarbeitet:

- die Informationen auf den einzelnen Websites der ukrainischen Partner über die erzielten Ergebnisse zu aktualisieren,  mit relevanten Links zu den entwickelten Materialien zu versehen und diese Ergebnisse an die Zielgruppe auf der Ergebnisplattform der EU-Projekte weitläufig zu verbreiten: http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/

- die Resultate und Leistungen von APiD bekannt machen, das  Fachwissen auf den nationalen und internationalen Konferenzen, Workshops im Bereich der inklusiven Pädagogik in der Ukraine verbreiten;

Unter Berücksichtigung der hohen Relevanz des Themas des APiD-Projekts für die aktuelle Entwicklung der inklusiven Pädagogik in der Ukraine wird eine Stärkung des National- und Hochschulsektors erwartet, durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten und des ukrainischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, als auch durch die aktive Nutzung, der verfügbar offenen Ressourcen und Plattformen in Bezug auf Heterogenität und inklusive Bildungskompetenz im Rahmen des APiD-Projekts gehalten werden.

Es wird sehr empfohlen, die Materialien des nationalen HERE-Teams http://erasmusplus.org.ua/en/erasmus/ka3-support-to-policy-reforms/national-here-team.html und der NEO-Ukraine-Teamberatungen für die Ausrichtung der entwickelten und weiter modernisierten Lehrpläne, für die inklusive Bildung mit den nationalen Rechtsrahmen für Hochschulen zu verwenden, die auf den Bologna-Anforderungen und Instrumenten basieren;

Die Ergebnisse des TEMPUS-Projekts 530417-2012-DE-SMHES (INOVEST) - "Östliche Partnerschaft für pädagogische Innovationen in der inklusiven Pädagogik" sollen genutzt werden, um die Synergie der APiD-Projektergebnisse zu ermöglichen.

MONITORING DES TEMPUS-PROJEKTS IN DER WEIßRUSSLAND

Im Rahmen unseres laufenden Monitorings von TEMPUS-Projekten fand am 19. Oktober 2018 an der Akademie für Postgraduiertenausbildung in Minsk ein Monitoring-Besuch zu Ihrem Projekt  „Aus- und Weiterbildung für Pädagogen und Bildungsmanager im Bereich Diversity“ statt . Es wurde vom Nationalen Erasmus + -Büro Weißrusslands durchgeführt, vertreten durch Frau Katsiaryna Miniukovich und Frau Volha Siniauskaya.

Während des Besuchs traf sich der NEO-Vertreter mit fünf Mitgliedern des Projektteams der Akademie für Postgraduiertenausbildung (APE), einem Projektvertreter der Staatlichen Universität Vitebsk (VSU) und einem Vertreter der Staatlichen Pädagogischen Universität Mozyr (MSPU). Wir möchten den Projektvertretern für die Zeit danken, die sie geopfert haben, um sich den Diskussionen zu widmen und uns mit Informationen über den Status (das Erreichen) der Projektziele zu versorgen.

Allgemeine Bemerkungen:

Der Gesamteindruck war eher positiv und die Ergebnisse des Projekts scheinen nachhaltig zu sein. Neue spezielle BA-Kurse im Bereich der Pädagogik, neue Umschulungskurse für Lehrer und Bildungsmanager nach dem Abschluss sowie eine neue Master-Spezialität im Bereich "Bildungsmanagement" werden in Partnerbildungseinrichtungen eingesetzt und erfreuen sich einer Beliebtheit, die durch die Zunahme der Studierenden bestätigt wird. Die entwickelten Lehrpläne und Standards wurden vom Bildungsministerium genehmigt und stehen allen weißrussischen Universitäten zur Verfügung, die an der Ausbildung von Lehrern und Ausbildungsmanagern beteiligt sind.

Die VSU hat für den Zeitraum 2015-2017 einen strategischen Plan für die Entwicklung einer inklusiven Bildung in der Region Vitebsk entwickelt und konzipiert derzeit Ergänzungen zum Entwicklungsplan für 2016–2020, der Aktivitäten umfasst, die für die Projektziele relevant sind: Verbesserung der Qualität des Bildungsprozesses auf Basis innovativer didaktisch-methodischer Ansätze; Gewährleistung der Kontinuität des Lehrprozesses mit den bewährten Praktiken weißrussischer und ausländischer Universitäten; Intensivierung der wissenschaftlichen und pädagogischen Forschung für ein effektives Diversity-Management in der Bildungsarbeit.

MSPU-Experten und Vertreter des Exekutivkomitees des Bezirks Mozyr haben den Aktivitätsplan für die Entwicklung von inklusiver Bildung im Südosten von Weißrussland erfolgreich entwickelt und verabschiedet.

In Bezug auf die Verbreitung der Projektergebnisse nach Abschluss des Projekts wurden an der VSU 17 Seminare, Workshops und andere Verbreitungsveranstaltungen durchgeführt. Die MSPU organisierte drei Ausstellungen zu den Themen "Inklusive Bildung: aktuelle Themen, Erfahrung, Perspektive", "Autismus: vom Verständnis theoretischer Grundlagen bis zur Zusammenarbeit in der Lehre", "Masters of Psychology" und das wissenschaftlich-methodologische Seminar "Kontinuität der Spezialisten des Sonderausbildungssystem und Pädagogische Universität “.

An der APE wurden 20 Postgraduierten-Studiengänge zu einbeziehender und vielfältiger Ausbildung eingeführt, die bei Lehrern und Bildungsmanagern sehr beliebt sind. 10 Lehrbücher zur inklusiven Bildung wurden an der APE veröffentlicht und an pädagogisch spezialisierte Bildungseinrichtungen verteilt.  Alle Partner veröffentlichen Ergebnisse der Projektentwicklung und Verwertung ihrer Ergebnisse im Tagungsband und in Ausgaben von wissenschaftlichen Magazinen.

Das Projekt förderte die Verbesserung des Systems zur Entwicklung der beruflichen Kompetenz von Lehrern, die Kinder mit besonderen Bedürfnissen in heterogenen Gruppen ausbilden. Schüler pädagogischer Fachrichtungen erhielten nicht nur die Chance, in die Philosophie der Inklusion einbezogen zu werden, sondern lernten auch physiologische, psychologische und andere Arten von Eigenheiten von Schulkindern mit besonderen Bedürfnissen kennen, und bekamen bekamen die Möglichkeit, zu sehen, wie eine Kooperation im Bildungsumfeld unter den Individuen abläuft.

Die in den Partnereinrichtungen eingerichteten Kompetenzzentren und Zentren für moderne Unterrichtstechnologien ermöglichen eine effektivere Schulung und Umschulung von Lehrern und Bildungsmanagern. Eine weitere positive Veränderung ist die Eröffnung der Filialen der Partnerhochschulen an weiterführenden Schulen. Während des Projekts wurden 30 Zweigstellen von VSU-Abteilungen in Nicht-Hochschuleinrichtungen gegründet: Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Vorschulerzieher für Kinder, Einrichtung für soziale Dienste usw.

Auf Ministerebene wurden während des Treffens auf den Tagungen des Rates für Wissenschaft und Methodik aktuelle Probleme bei der Umsetzung des Projekts erörtert. Nach Abschluss des Projekts wurden die für die Projektziele relevanten Aktivitäten in das weißrussische Staatsprogramm "Bildung und Jugendpolitik 2016-2020" aufgenommen.

Es wurde positiv festgestellt, dass das Projekt in Synergie mit dem Tempus-Projekt 530417-TEMPUS-1-2012-1-DE-TEMPUS-SMHES "Östliche Partnerschaft in pädagogischen Innovationen in der inklusiven Bildung" ohne  Dopplung der Ergebnisse zusammenarbeitet.

Im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Projektergebnisse beantragte die Staatsuniversität Vitebsk im September 2018 eine Darlehensfinanzierung der Weltbank, um ein offenes und anpassungsfähiges Bildungsumfeld in Hochschuleinrichtungen und Regionalzentren zu schaffen, das Personen mit besonderen Bedürfnissen in der Hochschulbildung unterstützt. Die Partnereinrichtungen nahmen an Stipendienwettbewerben teil und erhielten zwei weitere Stipendien (Erasmus + und ein russisch-weißrussisches Projekt).

Auf der Grundlage der Besuchsergebnisse möchten wir dem Konsortium folgende abschließende Empfehlungen aussprechen:

-         Verbreitung bewährter Verfahren inklusiver Bildung auf Konferenzen und Seminaren in Belarus und im Ausland  fortsetzen;

-         Veröffentlichungen der internationalen Kollektivmonographie „Pädagogik der Vielfalt: inklusiver Ansatz zur Steuerung des Bildungsprozesses im heterogenen Umfeld“ mit den Ergebnissen der Projektideen;

-         Nachdruck des Lehrbuchs „Methoden der Beratung von Eltern von Kindern aus heterogenen Gruppen“.

Last modified: Sunday, 24 March 2019, 9:33 PM