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Internationale Konferenz „Internationale und nationale Netzwerkarbeit im Bereich Diversity“ an der Staatlichen Universität Nowgorod namens Jaroslaw des Weisen im Rahmen des EU Projektes TEMPUS IV (543873-TEMPUS-1-2013-1-DE-TEMPUS-JPCR)
от Администратор Сервера - Четверг, 23 Апрель 2015, 17:32
 

Vom 18. bis 22. Mai 2014 fand im Rahmen des TEMPUS-Projektes die Konferenz „Internationale und nationale Netzwerkarbeit im Bereich Diversity“ an der Staatlichen Universität Nowgorod namens Jaroslaw des Weisen statt.An der Konferenz nahmen Wissenschaftler aus 20 Partner-Universitäten aus verschiedenen Ländern wie Russland, Ukraine, Weißrussland, Deutschland, Italien, USA, Türkei, Polen, Dänemark teil. Das Ziel der Tagung war die Diskussion über die Organisation und Einrichtung internationaler und regionaler Netzwerke zwischen den Universitäten und sozialen Einrichtungen im Bereich Diversity. 

  
Am 19. Mai wurde die Konferenz mit der Begrüßungsrede des Rektors der Universität Nowgorod Prof. Dr. Viktor Weber, des Vize-Rektors für Internationales Prof. Dr. Michael Pevsner, des stellvertretenden Gouverneurs des Nowgoroder Gebietes Aleksandr Smirnow, des stellvertretenden Bürgermeister von Welikij Nowgorod Anton Semljak, des Vorsitzenden der Stadtduma von Welikij Nowgorod Prof. Dr. Wladimir Timofejew, des Leiters des Informationszentrums des DAAD in St.-Petersburg Michael Kleineberg, des Vize-Rektors für Internationales der Appalachian State University (USA) Jesse Lutabingwa, des Vize-Rektors für Internationales der nationalen Universität Chmelnizkij (Ukraine), Prof. Dr. Nikolaj Jokhna u.a. eröffnet. 

  
In seiner Rede unterstrich der Rektor der Staatlichen Universität Nowgorod, dass die Universität mit 57 Universitäten aus 29 Ländern zusammenarbeitet und die internationale Kooperation als Hauptstoßrichtung für die Universität gilt. Er äußerte seine Freude „alte Freunde“ und neue Partner auf der Konferenz begrüßen zu dürfen. Der stellvertretende Gouverneur des Nowgoroder Gebietes Aleksandr Smirnow stellte den Gästen die Region vor und betonte, dass das Gebiet für ausländische Investitionen offen steht und sein Wirtschaftspotential aufzubauen versucht, was ohne hochqualifizierte Fachkräfte, die die Universität Nowgorod und ihre Kollegs vorbereitet, unmöglich wäre.

  

Der Leiter des Informationszentrums des DAAD in St.-Petersburg Michael Kleineberg sagte, dass er von der freundlichen Atmosphäre beeindruckt ist, die die Hoffnung auf produktive internationale Zusammenarbeit zum Ausdruck bringt. Dass er sich an der Universität Nowgorod wie unter Freunden wohl fühlt, gestand der Vize-Rektor für Internationales der Appalachian State University Jesse Lutabingwa.

  

Der Vize-Rektor für Internationales der Nationalen Universität Chmelnizkij Prof. Dr. Nikolaj Jokhna bemerkte, dass er schon mehrmals an den Tagungen in der Universität Nowgorod teilgenommen hat. Sie seien immer gut organisiert und es werde ein interessantes, inhaltsreiches Programm angeboten. Der Vize-Rektor für Internationales Prof. Dr. Michael Pevsner nannte diese Tagung „eine der wichtigsten wissenschaftlichen Veranstaltungen an der Universität“. In seiner Rede wies er darauf hin, dass die Gesellschaft heterogen ist: es gibt viele Migranten, nationale und ethnische Minderheiten, sozial Schwache, Menschen mit Beeinträchtigungen, deren Bildung eine besondere differenzierte und individualisierte Herangehensweise braucht. Der Untersuchung dieses Problems und der Suche nach den Lösungen daraus ist das TEMPUS-Projekt gewidmet und damit werden sich die Wissenschaftler aus 20 Universitäten aus verschiedenen Ländern beschäftigen.

  

Die wichtigsten Veranstaltungen der Tagung waren: Plenarsitzung, drei Workshops, Schulung für IT-Manager und Besuch von Bildungseinrichtungen mit inklusivem Milieu. Auf der Tagung wurden insgesamt 30 wissenschaftliche Vorträge gehalten.

Auf der Plenarsitzung hielten folgende Wissenschaftler Vorträge:

Die Leiterin des TEMPUS-Projektes, Prof. Dr. Olga Graumann, Universität Hildesheim (Deutschland), berichtete über ein Modell der Netzwerkbildung in der Bildungslandschaft in Deutschland.  Prof. Dr. Nina Litwinowa (Russland) hielt den Vortrag zum Thema „Lernende Region – Lebenslange Entwicklung des Bildungspotentials von Erwachsenen“.

  

Dr. Diana Spulber (Link Campus Universität Rom, Italien) berichtete von den Problemen inklusiver Ausbildung in Italien. Prof. Dr. Larisa Bajkowa aus der Staatlichen Universität Rjasan lieferte eine wissenschaftstheoretische Begründung der Fachkompetenzen von Lehrern zum Umgang mit heterogenen Gruppen der Lernenden und der Eltern.

  

Der Vize-Rektor für Lehre der Staatlichen Pädagogischen Universität Mosir (Weißrussland) Dr. Nikolaj Lebedew berichtete über die Organisation der Ausbildungvon ausländischen Studierenden am Beispiel seiner Universität. Die Leiterin des Instituts für Innovationen und IT-Technologien der Nationalen Pädagogischen Universität (Ukraine) Prof. Dr. Galina Nesterenko hielt einen Vortrag zu „Postgraduale Bildung als eine effiziente Form der Vorbereitung der Lehrer zum Umgang mit Heterogenität“.

  

Die Vize-Rektorin für Forschung von der Akademie für Weiterbildung St. Petersburg (Russland) Prof. Dr. Olga Krilowa sprach zum Thema „Untersuchung der Lernbedürfnissen von verschiedenen Schülergruppen: Theorie und Praxis“. Die Leiterin des Fachbereichs für soziale Arbeit, Pädagogik und Psychologie der Staatlichen Universität Wologda (Russland) Dr. Ekaterina Tichomirowa berichtete über Ausbildung der Studenten mit Beeinträchtigungen an Hochschulen Russlands.

  
Die Wokshops fanden im Institut für pädagogische Bildung der Universität Nowgorod statt und waren der Betrachtung aktueller Fragen wie „Netzwerkarbeit der Bildungseinrichtungen und öffentlicher Institutionen in der interkulturellen Gesellschaft“ (Moderation: I. Uschanowa, O. Gurenko),

  

„Besonderheiten der Inklusion von Schülern mit Beeinträchtigungen in der Bildungslandschaft der Region“ (Moderation: M. Kalaschnikowa, W. Sokolowa)

  

 sowie „Besonderheiten des Lern- und Erziehungsprozesses unter den Bedingungen der Heterogenität“ (Moderation: M. Svjaglowa, N. Jewtischina) gewidmet.

  

Im Rahmen der Konferenz wurde im Kompetenzzentrum, dessen Leiter Konstantin Krasnoschjekow ist, eine zweitägige Schulung für IT-Manager organisiert. Daran haben IT-Manager aus 15 Partner-Universitäten teilgenommen. Die Teilnehmer lernten den Umgang mit den neuen Geräten für Sehbehinderte und Schwerhörige kennen, die im Rahmen des TEMPUS-Projektes gekauft wurden. Darüber hinaus erfuhren sie wie man E-Learning-Kurse für Sehbehinderte und Schwerhörige mit Hilfe von IT-Technologien entwickelt. Von den modernen IT-Technologien in der Bildung berichtete der Wissenschaftler Patrik O’Shi aus der Appalachian State University.  

  

Für die Konferenzteilnehmer wurde der Besuch von Bildungseinrichtungen in Nowgorod organisiert, die inklusiv arbeiten wie das Gymnasium „Nowoskul“, die Schule № 34 und das Gymnasium № 4. Im Gymnasium „Nowogkul“ lernten die Wissenschaftler die Realisierung des föderalen Programms „Schaffung eines inklusiven Milieus“  kennen und besuchten verschiedene Unterrichtsstunden sowie die Bibliothek, in der Arbeitsplätze für psychologische Beratung sowie für Prophylaxe und Stärkung der Sehkraft und des Gehörsinns der Lernenden vorhanden sind. In der Schule № 34 nahmen die Gäste an der Diskussion zum Thema „Umbau der schulischen Umgebung entsprechend ihrer sozialen Bedürfnisse und der Bildungsbedürfnisse von Kindern des Bezirks“ teil und besuchten das Zentrum für frühe Entwicklung „Kroschka Jenot“ sowie das Zentrum der Vorschulbildung. Im Gymnasium № 4 fand eine Führung durch die Bildungseinrichtung statt und es wurde ein Seminar zum Thema „Arbeit mit heterogenen Gruppen im Gymnasium“ durchgeführt. Im Rahmen des Seminars wurden Vorträge von den Lehrkräften zu Themen wie „Besonderheiten der heterogenen Gruppen im Gymnasium – unsere Lernwege“, „Übergreifende Begleitung und Beratung der Lernenden im Gymnasium“, „Individuelle Lernwege für die Lernenden des Gymnasiums“, „Hochbegabtes Kind. Wie ist es?“ gehalten.

  

Am letzten Konferenztag fand die Sitzung der Koordinatoren statt, an dem die Koordinatoren aus 15 Partner-Universitäten teilnahmen. Auf der Sitzung stellte Natalja Bogatenkowa (Akademie für Weiterbildung St. Petersburg) als Leader für diese Aktivität ihre Untersuchungsergebnisse sowie die Methode der Untersuchung von heterogenen Gruppen und ihrer besonderen Bedürfnissen vor, über die von den Teilnehmern lebhaft diskutiert wurde. Des Weiteren wurden die nächsten Aktivitäten präzisiert und die Verantwortlichkeiten verteilt wie u.a. Erarbeitung eines Kompetenzkatalogs; Modulentwicklung im BA; Befragung von Pädagogen und Bildungsmanagern zu ihren Bedarfen; Weiterqualifizierung der Bildungsmanager in der Region; Fortbildungsaufenthalte von Modulentwicklern an EU-Universitäten; erste Evaluationsmaßnahmen und Gestaltung sowie Pflege der Webseite. Es wurden Informationen gegeben zu den Tagungen im September in Witebsk zum Thema „Hochbegabung und Kreativität“ und in Bremen zum Thema „Kompetenzorientierte Modulentwicklung“. Es wurde über die bisher von den Nationalen Büros durchgeführten Monitorings informiert. Zeiten für die Erarbeitung der geplanten Lehrbücher “Inclusive Education in different East- and West-European countries”, „Diversity Management in heterogenen Organisationen“ und „Pädagogik der Vielfalt“ wurden festgelegt. Offene Fragen zum Projektmanagement wurden diskutiert.