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Internationale Konferenz «Universität als heterogene Organisation: Strategien zur Schaffung des inklusiven Milieus» an der Staatlichen Universität Nowgorod namens Jaroslaw des Weisen und an der Pädagogischen Weiterbildungsakademie St-Petersburg (Russland)
от Дмитрий Бобров - Четверг, 11 Август 2016, 22:07
 

Vom 17. bis 19. Mai 2016 fand an der Staatlichen Universität Nowgorod namens Jaroslaw der Weise und der pädagogischen Weiterbildungsakademie Sankt-Petersburg eine internationale Tagung „Universität als heterogene Organisation: Strategien zur Schaffung des inklusiven Milieus“ statt, die als abschließende gemeinsame Veranstaltung im Rahmen des TEMPUS IV/VI- Projektes „Aus- und Weiterbildung für Pädagogen und Bildungsmanager im Bereich Diversity“ galt. Im Fokus internationaler Tagung stand Auswertung und Verbreitung der Erfahrungen in der Entwicklung inklusiver Umgebung in der Praxis moderner Hochschulen, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen und anderer Bildungseinrichtungen.

An der Tagung nahmen russische Wissenschaftler aus zahlreichen Hochschulen und Universitäten teil sowie ihre Kollegen aus Deutschland, den USA, Italien, Weißrussland und Bulgarien. Die Tagung wurde im Hauptgebäude der Universität Nowgorod eröffnet. Zahlreiche Gäste aus Russland und dem Ausland wurden mit Brot und Salz empfangen.

   

Auf der Tagungseröffnung begrüßten die Tagungsteilnehmer Rektor der Staatlichen Universität Nowgorod Prof. Dr. Viktor Weber; Vizerektor für Internationales Prof. Dr. Michael Pevsner, Leiter des Departements für Bildung und Jugendpolitik Prof. Dr. Aleksander Schirin, Rektor der pädagogischen Weiterbildungsakademie Sankt-Petersburg Prof. Dr. Stepan Scholowan, Rektor der Staatlichen Jesenin Universität Rjasan Prof. Dr. Aleksej Simin, Vizerektor für Lehre der Staatlichen Mascherow Universität Witebsk (Weißrussland) Prof. Dr. Weslaw Turkowsky, Associate Professor at Appalachian State University (USA) Dr. Barbara B. Howard, Schuldirektor St. Ansgar Sonderschule Hildesheim (Deutschland) Dr. Ulf Algermissen, Exvizebürgermeister für Kultur und Bildung Nesebr und Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft Rawda (Bulgarien) Eli Kirilova. 

   

In seiner Rede wies Rektor der Staatlichen Universität Nowgorod Viktor Weber auf Folgendes hin: „Internationale Tätigkeit ist eine der wichtigsten und erfolgreichsten Bereiche unserer Universität. Bei uns studieren über 500 Auslandsstudierende. Die Universität kooperiert mit 68 Universitäten aus 22 Staaten. Wie das laufende TEMPUS-Projekt zur Vorbereitung der Pädagogen und Bildungsmanagern im Bereich Diversity zeigt, erweitern sich die Horizonte internationaler Tätigkeit, was neue Kooperationspartner heranzieht.“ In der feierlichen Eröffnung der Tagung wurde noch ein Kooperationsvertrag mit der Staatlichen Jesenin Universität Rjasan unterschrieben. Den Vertrag wurde von den Rektoren der beiden Universitäten Viktor Weber und Aleksej Simin unterschrieben.

  

Vizerektor für Internationales Prof. Dr. Michael Pevsner bezeichnete die Tagung als ein der bedeutendsten Ereignisse an der Universität. In seiner Rede wies er darauf hin, dass die Probleme der Heterogenität, Inklusion und Toleranz unter der Wirkung von zahlreichen Faktoren besonders aktuell für verschiedene Länder werden. Zu den wichtigsten Faktoren gehören: Intensivierung des durch militärische Konflikte und wirtschaftliche Probleme hervorgerufenen Migrantenstroms und damit verbundene Verschärfung der „Kriese des Multikulturismus“ in den westeuropäischen Ländern; Zuspitzung zwischenethnischer und interkonfessioneller Konflikte in der multikulturellen Gesellschaft, Zuwachs nationalistischer Stimmung in der Gesellschaft, die die Entwicklungsprozesse nationaler Selbstbewusstseins begleiten; Verschärfung der Integrationsprobleme von Individuen und Gruppen mit besonderen Bedürfnissen (Behinderte, Verhaltensauffällige, Begabte etc.) in die Gesellschaft. In diesem Zusammenhang entsteht das Bedürfnis an der Projektierung und Schaffung inklusiver Umgebung in den Hochschulen, die in dieser Umgebung mit verschiedenen Gruppen von Studierenden interagieren sollen. Moderne Universität soll zur Bildungseinrichtung gleicher Chancen werden, die die Integration der Menschen verschiedener sozialer Gruppen in die gemeinsame akademische Gemeinschaft gewährleistet. Schaffung inklusiver Umgebung an einer modernen Universität setzt nicht nur Veränderungen in der Architektur und Designe der Gebäuden, Versorgung Behinderter mit Technik voraus, sondern auch Vorbereitung der Hochschullehrer und Bildungsmanagern, die mit Heterogenität umgehen können.

                     

Die Tagung schloss folgende Veranstaltungen ein: Plenarsitzung, Arbeit in drei Sektionen, Wettbewerb des Fachkönnens „Sonderpädagoge der Zukunft“ einschließlich Mode Show „Mode ohne Grenzen“ und Rundgespräch „Besonderheiten der Realisierung der Konzeptes inklusiver Bildung in Sankt-Petersburg“.

Auf der Plenarsitzung und in Sektionen wurden über 40 wissenschaftliche Vorträge gemacht.

Mit den Vorträgen traten u.a.

Vizerektor für Internationales der Staatlichen Universität Nowgorod namens Jaroslaw der Weise Prof. Dr. Michael Pevsner (Russland) mit dem Thema „Schaffung des inklusiven Hochschulmilieus: wie managt man die Vielfalt?“;

Leiter St. Ansgar Sonderschule für Verhaltensauffällige Hildesheim Dr. Ulf Algermissen (Deutschland) mit dem Thema „Sozial und emotional herausforderndes Handeln in der Schule – Eine soziokulturelle Herausforderung für Lehrerinnen und Lehrer“;

   

Leiterin des Instituts für Psychologie, Pädagogik und soziale Arbeit der Staatlichen Jesenin Universität Rjasan Prof. Dr. Larisa Bajkowa (Russland) mit dem Thema „Psycho-pädagogische Betreuung der persönlichen Entwicklung von Studierenden in einem heterogenen Hochschulumfeld“;

Associate Professor at Appalachian State University Barbara B. Howard (USA) mit dem Thema “Accessibility to Education by Special Education Students in the United States”;

    

Dozentin der Link Campus Universität Rom Dr. Diana Spulber (Italien) mit dem Thema „Italienische Hochschule als ein heterogenes Mikrosystem“;

Vizerektor für Lehre der Staatlichen pädagogischen Hochschule namens I.P. Schamjakin Dr. Nikolaj Lebedew (Weißrussland) mit dem Thema „Polesische Region: Bildungsbedürfnisse von Studierenden verschiedener heterogenen Gruppen“.

   

Nach der Plenarsitzung fand Finalrunde des Wettbewerbs „Sonderpädagoge der Zukunft“ und Mode Schow „Mode ohne Grenzen“ statt. Dieser Wettbewerb wird an der Universität Nowgorod seit 7 Jahre durchgeführt. In diesem Jahr nahmen daran 19 Bachelor- und Masterstudierende, die Sonderpädagogik als Schwerpunkt haben. Finalisten des Wettbewerbs des Fachkönnens „Sonderpädagoge der Zukunft“ wurden drei Masterstudentinnen des Lehrstuhls für Sonderpädagogik. Auf der Tagung erzählten sie von ihrer Tätigkeit, eigenen Erfahrungen und Leistungen in der Organisation des Bildungs- und Erziehungsprozesses für die Kinder mit besonderen Bedürfnissen.

  

Danach wurden die Ergebnisse der Kooperation zwischen den Lehrstühlen für Sonderpädagogik und Designe der Universität Nowgorod nämlich ein Mode Show „Mode ohne Grenzen“ präsentiert. In der Show wurde Kleidung für die Menschen mit besonderen Bedürfnissen vorgestellt, dabei berichteten Dozentin Swetlana Frolowa und Studierende des Lehrstuhls für Designe von Besonderheiten solcher Kleidung. Unter dargestellter Bekleidung gab es Sommer- und Winterkleidungsstücke, Kleider, Sport- und Galakleidung.

       

Sektionssitzungen der Tagung fanden in der Hochschule für Lehrerbildung und für Geisteswissenschaften der Staatlichen Universität Nowgorod statt und waren der Betrachtung aktueller Probleme im Rahmen von drei Bereichen gewidmet:

1. Sektion „Management heterogener Umgebung in der Hochschule – wie managt man die Vielfalt“ (Moderatorin: Prof. Dr. Irina Donina);

  

2. Sektion „ Probleme der Inklusion von Auslandsstudierenden in die Bildungsumgebung einer fremden Hochschule. Wie ändert sich Unternehmenskultur?“ (Moderatorin: Dr. Marina Nilowa);

  

3. Sektion „Strategien der Netzwerkkooperation mit heterogenen Organisationen bei der Vorbereitung von Pädagogen und Bildungsmanagern“ (Moderator: Prof. Dr. Rosa Scherajzina).

 

    

Im Rahmen der Sektionssitzungen führten die Vertreter der Staatlichen Universität Kuban (Russland) Prof. Dr. Veronika Grebennikowa und Dr. Anna Scherbina für die Studierende der Hochschule für Geisteswissenschaften ein Training „Entwicklung ethnokultureller Kompetenz und ethnokultureller Sensitivität“ durch.

    

Am 19. Mai wurde die internationale Tagung in der pädagogischen Weiterbildungsakademie Sankt-Peterburg fortgesetzt. Die Tagungsteilnehmer besichtigten das Zentrum für inklusive Bildung der pädagogischen Weiterbildungsakademie. Leiterin des Zentrums Dr. Marina Sisowa erzählte von seiner speziellen Ausstattung für die Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

      

Dann nahmen die Vertreter der Partneruniversitäten am Rundgespräch „Besonderheiten der Realisierung des Konzeptes inklusiver Bildung in Sankt-Petersburg“ (Moderatorin: Prof. Dr. Olga Krilowa) teil. Im Rahmen des Rundgesprächs wurden folgende Vorträge gemacht:

„Das Konzept inklusiver Bildung in Sankt-Petersburg“ Stellvertretende Leiterin für Lehre der pädagogischen Weiterbildungsakademie Sankt-Petersburg Prof. Dr. Olga Krilowa, Dozent des Lehrstuhls für Berufsbildung Dr. Igor Makarjew;

„Entwicklung sozialer Kompetenz musikalisch und sportlich Begabter heterogener Schülergruppen in der allgemeinbildender Bildungseinrichtung“ Leiter allgemeinbildender Schule № 235 namens D.D. Schostakowitsch mit dem Schwerpunkt in Kunstwissenschaften Sankt-Petersburg Tomifej Strachowskij;

    

„Besonderheiten der Realisierung des Konzeptes inklusiver Bildung der Kinder mit besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen“ Leiterin des Lehrstuhls für Sonderpädagogik der pädagogischen Weiterbildungsakademie Sankt-Petersburg Dr. Natalia Jakowlewa;

„Besonderheiten der Integration von bilingualer Kindern in die Bildungsumgebung“ Dozentin des Lehrstuhls für philologische Bildung der pädagogischen Weiterbildungsakademie Sankt-Petersburg Dr. Irina Scherstobitova;

„Qualitätsmanagement der Bildungseinrichtung unter den Bedingungen der polyethnischen Bildungsumgebung“ stellvertretende Leiterin der Schule № 122 Sankt-Petersburg Swetlana Pospelowa.

  

Zum Schluss des Rundgesprächs wurde Gruppenarbeit organisiert, die von  Leiterin des Zentrums und internationale und regionale Projekte Natalja Bogatenkowa moderiert wurde. Die Teilnehmer arbeiteten das Gemeinsame und Unterschiedliche in der Schaffung der inklusiven Umgebung an den Partneruniversitäten des TEMPUS-Projektes aus.

              

Abgeschlossen wurde die Tagung mit der Diskussion, die der Rektor der pädagogischen Weiterbildungsakademie Prof. Dr. Stepan Scholowan und Vizerektor für Internationales der staatlichen Universität Nowgorod Prof. Dr. Michael Pevsner im Tandem moderierten.